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Meditation – ein tägliches Ritual

Meditation ist in aller Munde, wenn es um Gelassenheit, Achtsamkeit und Stressbewältigung geht. Und das zurecht! Daher beantworten wir dir in diesem Blogartikel 3 wichtige Fragen zum Meditieren und warum es sinnvoll ist daraus ein tägliches Ritual zu machen.

Was ist Meditation?

Wir denken jeden Tag 60 – 70.000 Gedanken. Glücklicherweise die meisten davon unbewusst. Unglücklicherweise sind ein großer Teil davon allerdings negative Gedanken. Und das hat archaische Gründe und mit dem Leben vor tausenden von Jahren zur tun, als es noch sehr viele Gefahren für Leib und Leben gab. Dazu werden wir in einer späteren Folge näher eingehen, weil dieses Thema zu wichtig ist, um es in ein oder zwei Sätzen abzuhandeln.
Durch Mentaltechniken und Meditation kannst Du aber in die Lage kommen, die eigenen Gedanken in eine positive oder besser gesagt in eine hilfreichere Richtung zu lenken und vielleicht auch mal die Gedanken Gedanken sein lassen. Meditation ist vermutlich so alt wie die Menschheit und im Laufe der Entwicklung der Menschheit entstanden ganz viele unterschiedliche Meditationsströmungen und Praktiken. Besonders starke Einflüsse kommen aus dem Buddhismus und dem Hinduismus – sowohl aus Indien als auch aus China – in denen Meditation nicht einfach nur als eine Praktik überliefert ist, sondern viel mehr Teil des ethischen Weltbilds und des Tagesablaufs ist.
In der Meditation erlebt man Ruhe und Achtsamkeit und das soll auf möglichst alle Lebensbereiche übertragen werden. Meditation gibt es in der buddhistischen Lehre schon seit tausenden von Jahren und dient dort als Weg zur Erleuchtung. In der taoistischen Lehre dient z.B. die ZEN-Meditation dem Streben nach der Loslösung von irdischen Zielen und jeglicher Anspannung. Im Zen soll durch meditative Übungen die Lebensenergie CHI in Einklang gebracht werden.
Seit einigen Jahren werden die Auswirkungen von Meditation auf den menschlichen Körper und die Psyche erforscht und die Ergebnisse legen nahe, dass durch positive Geisteszuständen in der Meditation das Gehirn positiv verändert, eine gute Grundstimmung erzeugt wird und angenehme Empfindungen und Emotionen stabilisiert werden.
Als gesichert gilt auch, dass sich Meditation sehr positiv auf das Immunsystem und den Hormonhaushalt auswirken. Das Stressempfinden verbessert sich, da bei regelmäßiger Meditationspraxis weniger vom Stresshormon  Cortisol ausgeschüttet wird. Auch das Erleben von Angst wird reduziert durch Prozesse im limbischen System.
Tiefe Meditationszustände werden im sogenannten Gamma-Zustand erfahren, die gleichzeitig das Gehirn in höchste Konzentration und extreme Wachheit versetzen, wobei der Körper meist tief entspannt ist.
Wer also regelmäßig meditiert, geht achtsamer durch den Alltag, kann sich besser fokussieren und ist insgesamt entspannter. Die Hirnforschung stellt fest, dass sich die beteiligten Hirnareale schon nach wenigen Wochen Meditation vergrößern.

Positive Auswirkungen von Meditation

  • ein besseres Gedächtnis
  • eine höhere Konzentrationsfähigkeit und
  • geistige Flexibilität
  • eine bessere Körperwahrnehmung und Intuition
  • ein verzögerter Alterungsprozess
  • sie senkt den Blutdruck und auch den Cholesterinspiegel
  • reduziert das Schmerzempfinden
  • führt zu mehr Entspannung und Gelassenheit
  • steigerte Kreativität
Es ist also keine schlechte Idee, Meditation in seinen Tagesablauf zu integrieren. Am wirksamsten sind Meditation am frühen Morgen direkt nach dem Aufwachen oder am Abend direkt vor dem Einschlafen. Aber wann immer Du Zeit hast zu meditieren, Tu es! Und wenn es nur ein paar Minuten sind. Du wirst die Veränderung bemerken.

Wie geht Meditieren?

Nun stellst Du Dir vielleicht die Frage: Wie geht Meditieren? Was muss ich da tun? Wie lange dauert das? Muss ich mir da stundenlang Zeit für nehmen? usw.
Prinzipiell, kannst Du mit einiger Übung in fast jeder Situation meditieren (nun ja, vielleicht nicht beim Autofahren oder wenn Du hochkonzentriert sein musst). Besonders vor herausfordernden Situationen hilft die Meditation auf jeden Fall, Dein System zu stabilisieren und dadurch die Situation eventuell souveräner zu meistern. Meditation im Alltag bedeutet in erster Linie, dass Du bewusst wirst.Deinem Atem, Deines Körpers, Der Situation, Deiner Umgebung, Dir selbst.
Dazu gibt es eine große Zahl an Meditationstechniken z. B. über den Atem, Körperregionen, durch Mantras, in absoluter Stille, im Gehen, und einige mehr.
Am Anfang solltest Du es Dir so leicht wie möglich machen und Dir bewusst Zeit für eine Meditation nehmen, in der Du nichts anderes tust und Du nicht gestört wirst. Wie Du mit Störung umgehst, wirst Du mit entsprechender Meditationspraxis auch lernen. Ob Du lieber für Dich oder unter Anleitung meditierst, ist ganz allein Deine Entscheidung. Tu einfach das, was für sich Dich am besten eignet. Durch geführte Meditationen könnte es sein, dass Dir das Erlernen der Techniken etwas leichter fällt. Probiere es einfach aus.
Bei der Meditation geht es NICHT darum, nichts zu denken. Es geht vielmehr darum, Deinen Geist und Deine Gedanken zu beobachten und zu lenken und dadurch Deine eigenen Gedankenmuster schneller zu erkennen. Wenn Du Deine Gedankenmuster schneller erkennst, kannst Du Dich auch einfacher von automatischen Reaktionen losmachen. Bitte setzte Dich nicht unter Druck, irgendetwas mit der Meditation unbedingt erreichen zu wollen. Am Anfang geht es nur darum, zu sich zu kommen, Ruhe zu finden und den Geist zu entspannen.
Die wichtigste Regel für den Anfang lautet: Es gibt keine!

Wie kann man meditieren lernen?

Idealerweise sollte eine Meditation für den Anfang mindestens zwischen 10 und 15 Minuten dauern und ich denke, das sollte für jeden 1 mal am Tag möglich sein.
Je länger die Meditation dauert, umso nachhaltiger ist die Wirkung. Wenn Du regelmäßig meditierst und schon einige Erfahrung damit hast, schrecken Dich auch längere Einheiten von 45 – 60 Minuten nicht ab. Eher im Gegenteil, Du wirst es lieben.
Wichtig ist hier weniger die Dauer der Meditation, sondern vielmehr die Regelmäßigkeit. Mache es zu einem Teil Deiner Morgen- oder Abendroutine. Am besten zu beidem.
Wenn Du Dich fragst, ob Du im Sitzen oder Liegen meditieren solltest, dann kann ich Dir sagen, dass das ziemlich egal ist. Für den Anfang ist es wichtig, dass Du Dich so wohl wie möglich fühlst. Und wenn es sich für Dich im Liegen besser anfühlt, dann lege Dich hin. Wenn Du lieber im Schneidersitz oder auf einem Stuhl sitzt, dann ist das auch richtig und gut.
Eine einfache Methode für Menschen, die das Meditieren lernen möchten ist es, sich auf den eigenen Atem zu fokussieren. Und dazu leite ich Dich jetzt in einer geführten Meditation an.

Kleiner Leitfaden zum Erlernen

  • Suche Dir einen ruhigen Ort, an dem Du ungestört bist. Am besten ist es, wenn Du keinen Umgebungslärm hören kannst und andere Personen Dich nicht stören können. Wenn Du magst, dann richte Dir diesen Ort gemütlich ein. Lege Kissen aus, stelle Kerzen auf mach es Dir heimelig (hyggelig würden die Dänen sagen).
  • Schalte Deine Handy aus.
  • Wähle bequeme und wärmende Kleidung.
  • Finde eine für Dich angenehme Position. Entweder im Sitzen oder im Liegen. Beim Sitzen kann Dich eine zusammengelegte Decke unter den Sitzknochen dabei unterstützten, möglichst aufrecht zu sitzen. Und im Liegen kannst Du dich damit zudecken.
  • Wenn Du sitzt, achte auf eine aufrechte Körperhaltung. Deine Hände liegen entspannt in Deinem Schoß oder auf den Oberschenkeln.
  • Stelle Dir einen Wecker und fange mit kurzen Einheiten an. Erst 5, dann 7, dann 10 Minuten und steigere das, so, wie Du Dich damit wohlfühlst und wie es zu Deinem Tagesablauf passt.
  • Fokussiere Dich für einige Atemzüge auf Deine Atmung.
  • Konzentriere Dich auf verschiedene Körperregionen und gehe Deinen Körper von unten nach oben innerlich durch und versuche jedes Körperteil zu entspannen.
  • Beobachte Deine Gedanken, ohne an ihnen hängen zu bleiben und sie zu bewerten. Manchmal hilft es, wenn Du Dir die Gedanken wie Wolken vorstellst, sie kurz betrachtest und dann weiterziehen lässt.
  • Am Ende der Meditation kehre langsam zurück, strecke Deinen Körper, atme ein paar Mal bewusst tief ein und aus, vielleicht magst Du herzhaft gähnen. Öffne die Augen. Stehe dann langsam auf, nimm diese meditative Geisteshaltung ganz bewusst wahr und gehe so gestärkt in Deinen Tag.
Möchtest du direkt loslegen?? Dann geht es hier zu unserem Podcast:

Hier kannst Du unseren Podcast anhören

In diesem werden nach und nach mehr Meditationsfolgen erscheinen werden. Schau gerne öfter mal vorbei… Oder täglich? Klaus spricht die Meditation für dich ein und da kann ich (Madeleine) dir versprechen: Die Stimme hilft dir in die Entspannung zu kommen, obwohl du dich vielleicht bisher eher als „Nicht-Meditations-Typ“ erfahren hast. Übrigens, wenn du mehr über uns erfahren möchtest, dann klicke dich gerne HIER rein.
Bisher sind folgende Folge erschienen:
Atemmeditation 02.10.2022
Bodyscan 16.10.2022
Herzraum 30.10.2022
Affirmationsmeditation 13.11.2022