Familien lieben, leben und lachen gemeinsam

Die „Herz zu Herz Beziehung“ in unserer Familie

Die „Herz zu Herz Beziehung“ in unserer Familie

Wenn wir in unserer Familie die Herz-zu-Herz Beziehung aufleben lassen, sparen wir – ganz nüchtern und rational betrachtet – Zeit, Nerven und Ärger. Man könnte sagen es ist eine „vorbeugende Maßnahme“, die allen Ärger gar nicht erst aufkommen lässt. Doch wir gelingt uns diese „Herz-zu-Herz Beziehung“?

Kostbare Zeit für unsere Kinder

Der Begriff „Quality Time“ ist ja in aller Munde und – mal ganz ehrlich – wie oft verzweifelt wir Eltern am schlechten Gewissen, weil wir „schon wieder“ keine Zeit für diese Quality Time hatten, sie verschieben musste oder – und ja auch das kommt sicherlich vor – einfach keine Muse dafür hatten??

Die Lösung liegt in der Perspektive. Wir Eltern denken, dass es dringend nötig ist, am Sonntag endlich mal wieder mit unserem Kind zu basteln, spazieren zu gehen, einen Ausflug zu machen, oder …! Richtig!?! Doch was ist, wenn es Das eigentlich gar nicht immer bedarf, um das Bedürfnis unseres Kindes zu stillen. Wenn ein Kind etwas sagen oder zeigen will, kann man es nur schwer warten lassen. Die Kleinen möchten sich mitteilen und uns zeigen, was sie erreicht haben. Schenken wir also unseren Kindern gleich die Zeit, die sie brauchen, sparen wir oft Zeit ein. Denn oftmals geht es deutlich schneller, als wir denken. Es will ja „nur kurz“ das Bild zeigen, das Gedicht vorlesen oder uns etwas aus der Schule erzählen. Statt es zu vertrösten – auf später – und im Kopf das schlechte Gewissen einziehen zu lassen, gepaart mit dem Gedanken „dafür setzte ich mich am Wochenende mit ihr hin und …“, sollten wir uns lieber gleich die Zeit nehmen.

Bullet Points – die Zusammenfassung:

  • Dem Kind gleich die Zeit schenken geht meist deutlich schneller und spart negative Emotionen, anstelle von „vertrösten“. Ein „ja ich komme gleich“ geht oft recht zügig, weil das Kind nur kurz was zeigen will. Man muss sich da dann nicht alle Zeit am Wochenende – aus schlechtem Gewissen heraus – reservieren.
  • Wenn Kinder es nicht kennen, dass man ihnen GLEICH Zeit schenkt, woher sollen sie dann lernen, dass sie sofort zu kommen haben, wenn wir rufen?
  • Durch ein schnelles und direktes Handeln sparen wir Streit, Drohung, Nerven und damit „Gefühlsausbrüche“.

Loben – von Herz zu Herz

Wenn wir von Herz zu Herz sprechen, ist das unfassbar hilfreich für unsere Beziehungen. Bei dem Begriff „Loben“ sind keine Lobeshymnen und übertriebenen Lobgesänge gemeint. Unsere Kinder erkennen es ohnehin sofort, wenn wir nur übertrieben, aber oberflächlich, einen Kommentar abgeben. Kinder setzen Sätze, wie „Du bist ja sooo großartig!“ oder „Oh, wie wunderbar! Du machst das immer perfekt!“ eher unter Druck. Sie spüren und wissen selbst, dass sie nicht „immer“ „großartig“ sind und auch lange nicht „immer“ alles – und schon gar nicht – „perfekt“ machen.

Passender ist es seiner Freude Ausdruck zu verleihen. Das löst beim Kind das Gefühl aus, dass es ihm guttut und Freude bereitet, wenn seine Eltern sich freuen. Wir könnten zum Beispiel sagen „Es ist schön, dass du schon angefangen hast.“ oder „Wie schön, dass du schon sitzt, da können wir direkt loslegen.“

Unser Fokus in der Sprache mit unseren Kindern sollte sich von einem problemorientierten „fang jetzt endlich an“ zu mehr Lösungsorientierung verschieben. Dieser Fokuswechsel kann natürlich allen Beziehungen guttun und es geht dabei nicht darum, ab morgen „nur noch in Lobeshymnen zu verfallen!

Wenn man tagsüber mal „vergessen“ hat, die Dinge zu benennen, die freuen, so kann man das auch abends oder am nächsten Tag nachholen. Zum Beispiel so: „Mensch, ich habe vorhin ganz vergessen zu sagen, dass ich mich gefreut habe, als du einfach so angefangen hast, den Tisch abzuräumen.“

Herzenskinder

Besonders intensiv ist die Beziehung zu den „Herzenskindern“. Die Herzenskinder dieser Welt werden übrigens von Dr. Theresia Maria Stöckl-Drax in ihrem gleichnamigen Buch wunderbar beschrieben. Es geht um Kinder, die aus dem Herzen leben und sich gut in andere Menschen hineinversetzen können. Oftmals sind sie davon jedoch auch überfordert… Lese selbst. Hier haben wir den Link, mit dem du das Buch erwerben kannst und gleichzeitig love•live•learn unterstützt.

Beziehungen

Auf das Thema Beziehungen gehen wir in den Fächern „Innen- und Außenwelt“ in der family school näher ein. Wenn du also zusammen mit deiner ganzen Familie tiefer eintauchen möchtest in die Welt des Beziehungsaufbaus, der Stress, Ärger und Chaos im Keim erstickt, bzw. gar nicht erst keimen lässt, dann bis du HIER genau richtig.

Mama, beruhig dich doch mal!

Mama, beruhig dich doch mal!

Wenn die Gefühle on fire sind und die Wut, Enttäuschung, der Frust oder Ärger hochgekocht, ist es nicht immer einfach aus diesem Gefühl auszusteigen und sich zu beruhigen. Heute möchte ich dir, liebe Mama, eine kleine Anleitung an die Hand geben, wie es dir gelingen kann. Es bedarf natürlich etwas Training. Seine eigenen Gefühle zu regulieren ist nicht von heute auf morgen erlernbar. Lege los, sei geduldig mit dir selbst und du wirst es erleben: Es geht!

Eine kleine Anleitung

Wichtig ist es, schnell zu erkennen, dass da ein schweres Gefühl aufsteigt, um es regulieren zu können. Je früher wir die aufsteigende Wut, Angst, … bemerken, je eher können wir uns beruhigen, bevor sie uns vollständig im Griff hat. Wenn wir aufgeregt sind, atmen wir oberflächlich und die Stresshormone, die unser Körper ausschüttet, sorgen für einen erhöhten Stoffwechsel und lassen unser Herz schneller schlagen. Durch bewusstes und tiefes Atmen können wir diese Körperfunktion wieder regulieren und in die Handlungsfähigkeit zurückkommen, die wir verlieren, wenn unsere Stresshormone dafür sorgen, dass unser Körper in Kampfbereitschaft versetzt wird.

Erster Schritt: Dreimal atmen.

Atme dreimal tief ein uns aus. Wenn die Situation es erlaubt, lege gerne auch deine Hand auf den Bauch, um die Atmung noch zu vertiefen. Die andere Hand kannst du auf deine Brust legen. So verbindest du dich wieder mit dir selbst und beruhigst dich in kürzester Zeit.

Wenn du bereits weißt, dass gleich eine Situation bevorsteht, in der mit Stress zu rechnen ist, kannst du diese Übung auch bereits davor machen. So stellst du dich in Ruhe auf diese Situation ein und musst gar nicht erst in den Kampfmodus schalten.

Zweiter Schritt: Beobachterposition finden.

Versuche nun dir selbst ein Gegenüber zu sein. Beobachte dich und versuche herauszufinden, wo du dieses Gefühl der Wut, Angst, Trauer, … spürst. Schnürt sich zum Beispiel dein Hals zusammen oder hörst du dein Herz klopfen? Bekommst du schweißige Hände oder grummelt plötzlich der Bauch? In dem Moment, in dem du „darüber nachdenkst“ und versucht dich zu erinnern, wo du dieses Gefühl gerade als erstes gespürt hast – oder es jetzt noch spürst, „bist du nicht mehr das Gefühl“. Dein Verstand ist wieder angeschaltet und da sich unser Gehirn immer nur um eine Sache kümmern kann, kannst du nicht „über die Angst nachdenken“ und gleichzeitig „Angst haben“. Oder Wut, Frust, Trauer, …!

Was tun, wenn es bereits zu spät ist?

Du wirst nicht von heute auf morgen Meister deine Gefühle werden. Ehrlich gesagt, wirst du das vermutlich nie. Es wird immer Situationen geben, die dich überrumpeln und dich direkt „on fire“ losschicken. Wenn dein antrainiertes Frühwarnsystem also mal nicht funktioniert hat, dann gibt es hier noch zwei Aussteigertipps, die dir helfen können:

Erster Tipp: Energiebahnen

Unter deinem Schlüsselbein versammeln sich sämtliche Energiebahnen. Du kannst dich beruhigen, indem du sie leicht klopfst oder reibst. Nimm deine rechte Hand und klopfe mit Daumen und Mittelfinger leicht auf die beiden Kerben, die sich links und rechts am Schlüsselbein befinden. (In diesem Beitrag findest du die Punkte mit der Ziffer 8 markiert auf dem Bild.)

Zweiter Tipp: Augen bewegen

Lasse deinen Blick im Raum umherschweifen oder blicke aus dem Fenster. Lasse die Augen einen Moment von links nach rechts und von rechts nach links schauen. Wenn du spürst, dass du beim Anblick einer bestimmten Sache, die du nun siehst, ruhiger wirst, lasse den Blick eine Weile ruhen.

Hilft das auch meinem Kind?

Natürlich!! Beruhigen hilft uns allen! Wenn wir unser Kind beruhigen möchten, ist es wichtig, erst selbst ruhig zu sein. Das ist klar. Aber alle Tipps und Tricks, die hier beschrieben sind, sind natürlich auch für die Kinder von großem Wert. Dein Kind wird sich mit dem „Lokalisieren“ des Gefühls anfänglich vielleicht noch schwertun. Das wird vielleicht auch dir selbst so gehen. Doch Kind können das noch leichter, wie wir Erwachsenen lernen und wenn sie es erstmal beherrschen, werden sie wahre Meister im „Gefühle regulieren“.

Wenn es um eine Situation geht, in der du mit deinem Kind gestritten hast oder wütend warst, dann sprich anschließend mit ihm darüber. Lasst die Emotionen verklingen, sammelt euch wieder und gebt euch Zeit. Mit Abstand betrachtet über die Situation reden und dein Kind auch fragen „Was meinst du, wie könnten wir das anders machen?“ – oder lösen – oder die Situation nicht entstehen lassen – oder oder oder. Sprecht über die Dinge. Und lasse dich begeistern, wie lösungsorientiert dein Kind ist. Unsere Kinder sind, was ihr eigenes Verhalten angeht, oftmals viel reflektierter und weiter, wie wir Erwachsenen es uns vorstellen können. Sie wissen meist recht gut, was ihnen nun helfen würde, um nicht im Wutanfall zu landen. Und dann natürlich auch gewähren. Ausprobieren lassen. Denn was soll Schlimmeres passieren, als dass es „nicht klappt“ und der Wutausbruch trotzdem kommt?

Mehr Beruhigung gewünscht?

In unserer first class der love•live•learn family school gibt es in den Fächern „Gefühle“, „Gedanken“ und „Zeit“ viele wertvolle Impulse und Übungen, um noch mehr Beruhigung in dich – als Mama – aber auch in deine Kids und die ganze Familie zu bringen. Schau gerne mal rein: love•live•learn family school!

5 Tipps, wie Du Deine Kinder stärken und ermächtigen kannst

Unsere Top 5 Tipps, wie Du Deine Kinder stärken und ermächtigen kannst

Und es geht auch direkt los mit den 5 Tipps, die wir für dich zusammengestellt haben!

Tipp #1: Nimm dir Zeit für deine Kinder

Als Eltern ist es unsere Aufgabe, unsere Kinder zu stärken und zu ermächtigen. Dies ist jedoch nicht immer einfach, besonders wenn wir selbst unter Stress stehen. Wenn du dir jedoch Zeit für deine Kinder nimmst, kann das schon einen großen Unterschied machen.
Nehme dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit, um mit deinem Kind zu sprechen. Fragen es, wie sein Tag war, und höre aufmerksam zu. Dies zeigt deinem Kind, dass du dich für sein Leben interessierst, und gibt ihm die Möglichkeit, seine Gedanken und Gefühle mit dir zu teilen.

Tipp #2: Höre deinen Kindern zu

Du kannst deinem Kind dabei helfen, seine Stärken zu erkennen und selbstbewusst zu werden, indem du ihm zuhörst. Höre zu, wenn es etwas Neues entdeckt oder eine Erfahrung macht. Sei ein aufmerksamer Zuhörer, der Interesse an dem zeigt, was dein Kind zu sagen hat. Wenn wir unsere Kinder ernst nehmen und ihnen zuhören, können wir ihnen helfen, ihr volles Potenzial zu entwickeln. Dieser Tipp ist dem ersten relativ ähnlich, setzt den Fokus aber auf das „Zuhören“ und war uns daher einen Extra-Tipp wert.

Tipp #3: Ermutige deine Kinder, ihre eigenen Meinungen zu äußern

In unserem kostenlosen Online-Kurs „love•live•learn family school“ geht es darum, Familien zu stärken und zu empowern. In unserem dritten Tipp möchten wir dich ermutigen, deine Kinder zu ermutigen, ihre eigenen Meinungen zu äußern.
Oft sind wir so daran interessiert, dass unsere Kinder ihre Hausaufgaben machen oder sich anständig benehmen, dass wir ihnen keinen Raum geben, ihre eigenen Meinungen zu äußern. Wir möchten, dass sie sich anpassen und nicht auffallen. Aber was wir nicht realisieren, ist, dass wir ihnen damit die Chance nehmen, ihre eigene Stimme zu entwickeln.
Wenn du deinen Kindern erlaubst, ihre eigene Meinung zu äußern, stärkst du ihr Selbstvertrauen und ihre Fähigkeit, sich selbst auszudrücken. Sie lernen auch, wie wichtig es ist, ihre Gedanken und Gefühle mit anderen zu teilen. Dies ist eine wichtige soziale und emotionale Fähigkeit.

Tipp #4: Fördere die Stärken deiner Kinder

In unserer modernen Gesellschaft sind Kinder oft damit beschäftigt, sich an die Erwartungen der Erwachsenen anzupassen. Dies kann dazu führen, dass sie sich selbst verlieren und ihre eigenen Stärken und Fähigkeiten nicht mehr erkennen.
Es ist wichtig, dass wir als Eltern unsere Kinder dazu ermutigen, ihre Stärken zu erkennen und zu entwickeln. Dies stärkt nicht nur ihr Selbstvertrauen, sondern es hilft ihnen auch, sich selbst besser zu verstehen und sich in der Welt zurechtzufinden und somit ihren Platz zu finden.
Zu oft konzentrieren wir uns darauf, was unsere Kinder verbessern können, anstatt ihre Stärken zu fördern. Dies kann dazu führen, dass Kinder das Gefühl haben, dass sie nicht gut genug sind. Fördere die Stärken deiner Kinder, indem du ihnen hilfst, ihre Stärken zu erkennen und diese weiterzuentwickeln. Das Weitergeben dieses Tipps ist übrigens ausdrücklich gestattet!
PS: Bei den wunderfitzigen Kids und ihren Kindergeschichten geht es übrigens genau darum. Schau dir gerne die Kinderbücher von Opa Blumann einmal an. Nicht, dass wir zu viele Tipps geben, aber du suchst dir selbst die passenden für dich und deine Kids heraus.

Tipp #5: Lehre deinen Kindern, wie sie mit Rückschlägen umgehen können

Rückschläge sind ein natürlicher Teil des Lebens und passieren jedem von uns. Wie wir mit ihnen umgehen, sagt jedoch viel über unseren Charakter aus. Wenn unsere Kinder lernen, Rückschläge zu akzeptieren und sie als Chance zu sehen, werden sie stark und selbstbewusst sein.
Leider ist es in unserer heutigen Gesellschaft nicht ungewöhnlich, dass Kinder Rückschläge erleiden – in der Schule ausgeschlossen zu werden, eine schlechte Note zu schreiben oder von Mitschülern gemobbt zu werden, um nur ein paar wenige Punkte zu nennen.
Wenn wir unseren Kindern beibringen, Rückschläge als Chance zu sehen, um zu lernen und sich zu entwickeln, dann werden sie stark und selbstbewusst sein und sich nicht von Rückschlägen aufhalten lassen.
Was meinst du?? Waren da ein paar gute Tipps für dich und deine Kids dabei?
Familien, die unsere Webinare besuchen, sind stets begeistert von den erlernten Inhalten und dem sofortigen Nutzen für ihre Familie. Melde dich noch heute an und erfahre selbst, wie du deine Kinder stärken und Schulstress vermeiden kannst! HIER geht’s lang!

Ist Schulstress auch in eurer Familie ein Thema?

Schulstress in unserem Leben?

Ja, allerdings! Schulstress ist ein Thema, das wir uns nicht aus den Büchern, Fingern oder dem „Wissen darüber“ ziehen. Wir haben ihn erlebt. Aus allen Perspektiven. Am eigenen Leib, an den eigenen Kindern, an den anvertrauten Schulkindern und auch an den Enkelkindern. Heute gehen wir dafür los, dass die Familien gestärkt werden, denn wir wissen: Es geht auch anders!

Was sagt Madeleine zu ihren Erfahrungen?

„Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich damals nach einer langwierigen Krankheit und einem ewig langen Krankenhausaufenthalt im Englischunterricht saß und Schweißperlen auf der Stirn hatte… in der Hoffnung, dass „er“ mich heute nicht drannimmt. Englischvokabelabfrage hatte schon vor dieser Krankheit für Wallung in meinem Körper gesorgt und nach dieser langen Auszeit war es noch krasser… Ich weiß, dass damals mein Gedanke einfach nur war „Ich hasse Englisch“.
Jahre später unterrichtete ich unter anderem auch Englisch – als Lehrerin. Und was tat ich?? Genau! Ich habe Vokabeln abgefragt. TÄGLICH!! Krass… Das ist eigentlich wirklich krass. Das Vorsingen im Musikunterricht hat zum Glück nicht auch noch Einzug in meine Unterrichtsroutine gefunden, aber die Vokabelabfrage definitiv. Obwohl ich wusste, dass es grausam sein kann. Warum ich das gemacht habe? Weil man in ein Fahrwasser kommt, wenn man in den Schuldienst tritt und das Lehrerzimmerleben mit den Kollegen teilt und die eigene Wahrnehmung plötzlich eine neue Perspektive bekommt. Weil man auf einmal denkt „das ist wichtig, damit die Kids die Vokabeln auch wirklich lernen“…
Heute wird es mir fast schlecht, wenn ich daran denke, wie ich in dieser Zeit gedacht habe. Trotz der eigenen Erfahrungen und inneren Einstellungen etwas anderes tun und damit unter Umständen auch anderen „Schaden“. Nun würde ich nicht sagen, dass ich sicher x Kinder traumatisiert habe. ABER: Ich weiß, auch in meiner Klasse saßen Kinder – wie ich damals – die Schweißperlen auf der Stirn hatten, wenn ich ins Zimmer kam und die Vokabelabfrage bevorstand. Und genau aus diesem Grund bin ich heute nicht mehr aktiv im System, sondern mit Klaus dran eine Schule für Familien zu bauen, in der es Inhalte und Fächer und auch Methoden gibt, die die Kinder stärken und sie weiterbringen. Einfach weil ich heute weiß, dass eine starke Persönlichkeit keine „Vokabelabfrage“ und auch den damit verbundenen Druck nicht braucht.“

Was sagt Klaus dazu?

„Oh ja, den kenne ich auch aus eigener Erfahrung. Auch, wenn das schon einige Jahrzehnte zurück liegt, bekomme ich immer noch ein Grummeln im Bauch, wenn ich an die ein oder andere Situation während meiner Schulzeit denke. Ist das nicht interessant, wie sehr uns Erlebtes aus der Vergangenheit berührt, wenn wir daran denken. Als wäre es eben erst geschehen.
Während meiner Schulzeit habe ich Abfrage-Situationen immer als sehr herausfordernd empfunden und immer gehofft, dass es mich nicht trifft. Stress kam regelmäßig auf, wenn ich in Mathematik an der Tafel etwas „vorrechnen“ sollte, was zwar meistens ganz ok lief, aber immer unangenehm für mich war. Oder Referate zu Themen, die mich partout nicht interessierten. Gedichte vortragen – auswendig – nicht vorlesen. Noch schlimmer: Vorsingen – gruselig! Besonders in der Grundschule hatte ich auch einige Situationen, die ich aus heutiger Sicht und mit meinem Wissen in diesem Bereich als Mobbing bezeichne. Damals war das „nicht so schlimm“ oder noch besser: Mir wurde seitens der Lehrer und auch meiner Eltern gesagt: „…da bist du selbst schuld“! Woran genau und wodurch ich diese „Schuld“ hatte, sagte mir aber niemand.
Wo wäre ich heute, wenn…
Heute weiß ich, dass ich zwar immer mit beteiligt war, denn: JA, auch das Mobbing-Opfer trägt seinen Teil zur Situation bei! Aber ich war nicht schuld. Und sicher gab es Situationen mit Lehrkräften, die sich in der Berufswahl mal gründlich vergriffen hatten. Aber ich möchte hier kein neues Fass aufmachen. Das ist ein ganz anderes Thema. Wer weiß? Sicher wäre ich heute nicht da, wo ich bin und würde hier keinen Text zu diesem Thema schreiben. Auch mit meinen Kindern gab es einige Situationen, die sowohl bei den Kindern als auch bei uns Eltern Stress verursacht haben. Ungerechte Bewertungen in Schularbeiten, der Leistungsdruck vor den Übertritten in weiterführende Schulen, die Anspannungen vor wichtigen Referaten, Klausuren, Prüfungen. Aber, obwohl ich selbst eine ganze Reihe von heftigen Schulstress-Situationen erlebt hatte, habe ich in vielen Situationen, die meine Kinder in der Schule hatten, auch wenig hilfreich reagiert und hätte sie anders unterstützen und stärken können.
Ihr merkt schon, auch ich habe einige Fehler gemacht, weil ich es nicht besser wusste. Oder weil ich dachte „ist ja nicht sooo schlimm“. Doch! Aus Sicht der Kinder und aus ihrem Empfinden ist es nun mal in dem Augenblick schlimm. Aber wir (Eltern und Kinder) haben die Möglichkeit, zu lernen, wie wir zukünftig solche Situationen erleben und bewerten. Wir können uns Strategien überlegen, wie wir mit zukünftigen Situationen anders umgehen – und vielleicht so umgehen, dass erst gar kein negativer Stress aufkommt. Bestenfalls gehen wir mit einem guten Gefühl aus der (dann möglicherweise völlig anders erlebten) Situation.

Unsere Pflicht als Eltern

Wir als Eltern haben so viele Möglichkeiten, den Schulstress für unsere Kinder auf ein erträgliches und vor allem gesundes Maß zu begrenzen und ich sehe alle Eltern in der Pflicht, Schulstress-Symptome Ihrer Kinder sehr ernst zu nehmen. Außerdem sehe auch alle Eltern in der Pflicht, sich das Wissen anzueignen, dass sie Ihre Kinder bestmöglich dabei unterstützen, wie sie solche Situationen, wahrnehmen, erleben und verändern können. Das treibt mich an. Den Kindern zuliebe. Um da etwas zu tun, haben Madeleine und ich die love•live•learn family school gegründet, in der ihr lernen könnt, als Familien-Team gemeinsam zu wachsen und Euren Frieden mit dem Schulsystem zu schließen.
Hätte ich damals schon gewusst, was ich heute über Stress und Selbstwert weiß und hätte ich das ein oder andere Tool zur Verfügung gehabt, wäre meinen Kindern Das ein oder andere erspart geblieben. Sorry dafür. Ich wusste es aber eben selbst nicht besser.“

Und das ist unsere Aufmunterung für Euch, liebe Eltern

Macht Euch nicht runter für Dinge, die Ihr nicht besser wusstet.
Leben ist ständiges Lernen. Leben ist Entwicklung.
Ihr habt es selbst in der Hand.
Dazulernen geht immer.
Ihr könnt es zukünftig anders – besser – machen.
Wir zählen auf Euch!
Schön, dass es Euch gibt.
Ihr möchtet genau JETZT für eure Kids und eure Familie losgehen und gleich herausfinden, ob euer Kind an Schulstress leidet?? Dann holt euch hier die Checkliste, um genau das herauszufinden.

Familienleben bereichern

Die Sprache der Liebe als Fundament für deine Familie

Das Familienleben bereichern… Ist das nicht ein Wunsch, den wie Alle haben? Wie wunderbar wäre es, wenn wir in unsere Familie genau wüssten, wem wir unsere Liebe wie zeigen müssen, damit die Botschaft und die tiefe Zuneigung bei ihr oder ihm wirklich ankommt? Wenn sich alle Familienmitglieder wirklich geliebt fühlen würden, weil sie es wüssten, fühlen und erfahren würden… Das Familienleben wäre um so Vieles leichter.

„Tun sie doch!! Wir lieben uns alle in der Familie…“ – Diese Aussage war die Antwort einer Mutter, mit der ich über die 5 Sprachen der Liebe gesprochen habe. Ich fragte einfach nur „Kannst du dir ganz sicher sein, dass deine Tochter die Art, wie du ihr deine Liebe zeigst, so versteht, wie du es meinst?“

Wir senden und empfangen… Doch es soll in diesem Blogbeitrag gar nicht um das Sender- und Empfängermodell o. Ä. gehen. Es sind die 5 Sprachen der Liebe, die mir die Augen geöffnet und das Familienleben erleichtert haben. Die fünf Sprachen der Liebe sind – laut dem Psychologen Dr. Gary Chapman – 5 Wege, mit denen wir unsere Liebe ausdrücken und miteinander teilen können. Diese 5 Sprachen sind:

  • Lob und Anerkennung
  • Zweisamkeit
  • Zärtlichkeit
  • Geschenke
  • Hilfsbereitschaft

Vielleicht kennst du das: Du zeigst deinem Partner oder auch deinem Kind deine Liebe aus vollstem Herzen und doch kommt es immer wieder zu den gleichen Stolpersteinen zwischen euch. Irgendwie scheint dein Partner nicht zu spüren, was du ihm sendest. Es fühlt sich manchmal an, als würdet ihr zwei verschiedene Sprachen sprechen. Du zeigst deinem Kind täglich, wie sehr du es liebst, indem du ihm Sätze sagst, wie „Ich liebe dich“ oder „Ich bin stolz auf dich“ oder „…“! Doch so wirklich rund läuft es mit eurer Beziehung nicht. Dein Kind beschwert sich oft darüber, gar nicht lieb gehabt zu werden.

Der Schlüssel ist die Sprache

Jeder Mensch drückt seine Liebe auf seine eigene Weise aus. Und auch jeder Mensch empfängt sie auf seine Weise. In der Partnerschaft, aber auch in der Familie und unter Freunden. Deine eigene Sprache zu kennen und zu erfahren, welche Muttersprache der Liebe dein Partner und deine Kinder sprechen, wird dich dabei unterstützen, Bedürfnisse zu erkennen, Kommunikation zu erleichtern und Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Wir müssen nicht alle die gleiche Muttersprache sprechen, es ist aber eine Wohltat die Sprache des Gegenüber zu kennen und sie sprechen zu lernen, wenn wir sie noch nicht beherrschen.

Die spannendste und eigentlich auf der Hand liegende Erkenntnis an all dem lautet für mich: Wenn unser „Liebestank“ gefüllt ist, sind wir kooperativ, fühlen uns sicher, sind entspannt und offen für Beziehungspflege. Auf die Beziehung zu unseren Kindern übertragen bedeutet das für mich: Wenn der Liebestank meines Kindes ordentlich gefüllt ist, können wir beide eine tolle Beziehung etablieren und mein Kind ist auf meiner Seite, statt „dagegen“ zu gehen. Wir können besser über unsere Unterschiede sprechen und die gesamte Kommunikation wird erleichtert. Wir kooperieren gerne.

Ein weiteres Beispiel: Dein Partner schenkt dir immer wieder Blumen. Zu sämtlichen Anlässen und auch unter dem Jahr kommen wundervolle Sträuße, Gestecke und Blumen zu dir. Du freust dich eigentlich darüber, doch ein Teil von dir denkt sich „Puh, schon wieder Blumen.“ Vermutlich hat dein Partner die Idee, dir damit seine Liebe zu zeigen und ebenso „vermutlich“ sprichst du nicht die Sprache Nr. 4 (Geschenke). Das Wegbringen des Mülls, ohne deine Aufforderung, würde dich langfristig wesentlich glücklicher machen. Auch über das Wechseln der Glühbirne würdest du dich unendlich freuen… Das soll nun kein Klischee-Talk werden. Es ist ein Beispiel! Sicher findest du jetzt gerade beim Lesen selbst einige eigene und für deine Familie passendere Beispiele.

Die 5 Sprachen der Liebe in Kurzform

Die erste Sprache der Liebe „Lob und Anerkennung“ ist schnell erklärt. Hier zählen Worte, Komplimente, Lob, anerkennende Sätze & Co mehr, als Taten. Wenn übrigens du diese Sprache der Liebe bevorzugst, ist es eine wunderbare Unterstützung für deinen Gefühlstank, wenn du dir zum Beispiel am Morgen vor dem Spiegel selbst drei Dinge sagst, die du an dir liebst oder wofür du dankbar bist. Diese Übung gibt ordentlich Kraft am Morgen. Diese Übung geht auch mit deinen Kids, deinem Partner – ganz direkt. Das bringt das Familienleben in Schwung… und wenn es nur bewirkt, dass ihr alle grinsen müsst, weil es sich zu Beginn „komisch“ anfühlt.

Die nächste Sprache „Zweisamkeit“ stellt die gemeinsam bewusst genutzte Zeit in den Vordergrund. Also wertschätzend und mit ungeteilter Aufmerksamkeit Dinge erleben. Wenn übrigens du diese Sprache der Liebe bevorzugst, kannst du direkt damit beginnen, dir selbst ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken. Zum Beispiel mit einem wohltuenden Bad oder einem Spaziergang. Verbringe Zeit mit dir. Ohne Handy, Mail & Co.

Die dritte Sprache „Zärtlichkeit“ meint viel mehr als Berührungen. Es geht um die regelmäßige körperliche Nähe, um Hand halten oder mal über den Rücken streichen. Wenn übrigens du diese Sprache der Liebe bevorzugst, gönn dir gelegentlich mal eine Massage, drücke dir die Füße oder streiche dir die Innenseite deiner Handflächen. Das tut unfassbar gut.

Bei der vierten Sprache „Geschenke“ geht es um liebevolle Gesten, nicht um materielle und teure Geschenke. Blumen pflücken zum Beispiel. Die Art und Weise, wie das Geschenk übergeben wird und die Emotion dahinter sind hier sehr wichtig.  Wenn übrigens du diese Sprache der Liebe bevorzugst, kannst du dir selbst kleine Gesten und Geschenke für deine Lieben überlegen, denn schenken macht dir dann genauso viel Freude, wie beschenkt zu werden.

Mit der „Hilfsbereitschaft“ ist die Runde der 5 Sprachen komplett. Hier geht es um Taten vor Worten. Es geht darum zu helfen, zu unterstützen und das möglichst ohne Aufforderung. Im Familienleben ist es ohnehin Gold wert, sich zu unterstützen. Daran also nicht sparen… Wenn übrigens du diese Sprache der Liebe bevorzugst, frage dich, wie du deinen Mitmenschen etwas Gutes tun kannst. Du fühlst dich erfüllt, wenn du andere unterstützt.

Wie finde ich heraus, wer in meiner Familie welche Sprache spricht? Und welche spreche ich??

Neben kleinen Tests, die man im Internet kostenlos finden kann und die auch bspw. in den Büchern von Chapman zu finden sind, geht es um Beobachten und genaues Hinschauen. Um die Beobachtungen zu schärfen, hier ein paar Fragen. 

  1. Wie zeigt mir XY seine Liebe?
  2. Wie zeigt XY seine Liebe anderen?
  3. Worum bittet XY am häufigsten?
  4. Worüber beklagt sich XY?
  5. Wenn es die Wahl zwischen 2 Sprachen der Liebe hat, für welche entscheidet XY sich?

Bei allen Fragen ist die Häufigkeit der Antworten der Schlüssel. Wir alle beschweren uns mal über Dies oder Das. Wenn wir oft die gleichen Beschwerden hören oder denken, ist das schon mal eine heiße Spur. Spannend, oder?? Nun wünsche ich dir viel Spaß beim Beobachten und Feststellen. Und noch viel mehr Spaß wünsche ich dir danach! Wenn du die Muttersprachen deiner Familie kennst und euer Familienleben gestärkt und bereichert wird.

Du hast Lust die Muttersprache deines Kindes in einem 15-Wochen-Experiment zu erforschen? Melde dich einfach direkt zum Newsletter an und experimentiere los. Viel Spaß und Freude damit!!

Wenn du möchtest haben wir hier auch ganz herzliche warme Buchempfehlungen für dich. Diese Links sind Affiliate-Links, das heißt wir erhalten eine kleine Unterstützung, wenn du darüber kaufst. Wofür wir dir natürlich sehr dankbar sind!!